Epidemiologische Aspekte - Verbreitung

Neben dem Hund sind unter den Haussäugetieren besonders Rinder, Schafe, Schweine und Pferde sehr empfänglich. Sie sind als Leptospirenträger bzw. -ausscheider aufgrund ihrer Haltung auf Weiden und der Verbringung ihrer Ausscheidungen auf die Ackerflächen als Ansteckungsquellen für Hunde und Menschen von Bedeutung.
Während die Infektion bei den Landwirtschaftlichen Nutztieren einen überwiegenden leichten, unscheinbaren Krankheitsverlauf nimmt, erkranken Hunde und Menschen in Abhängigkeit von der Virulenz des Erregers und der eigenen Immunitätslage teilweise schwer.
Nagetiere und Insektenfresser spielen die entscheidende Rolle bei der Verbreitung und Erhaltung dieser Infektionskrankheit. In Europa stellen wildlebende Nagetiere, vor allem Wanderraten, Wühlmäuse und Mäuse das Hauptreservoir für verschiedene Leptospiren-Serovare dar. Weitere wichtige Leptodpiren-Träger sind Hamster sowie Igel und Spitzmäuse.
Die Erregerausscheidung erfolgt hauptsächlich über Urin. Unter günstigen Umweltbedingungen und Temperaturen konstant über 18° C kann es mit gemässigtem, westeuropäischem Klima in den Sommer- bis frühen Herbstmonaten zu einer wochen- bis monatelangen Kontamination/Infektiosität von feuchten Erdböden und Oberflächengewässern kommen.


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