Die Leptospirose gehört neben der Tollwut, Staupe, Parvovirose und der Hepartitis contagiosa canis (= Hcc, ansteckende Leberentzündung) zu den klassischen Infektionskrankheiten des Hundes. Seit Mitte der achtziger Jahre etwa wurde allerdings wieder eine Zunahme der Leptospirose, verursacht durch andere Serovare, beobachtet. In den USA und Kanada wurde darauf von der dortigen Pharmaindustrie reagiert und bereits seit 2000 neue Impfstoffe, die zusätzlich gegen L. grippotyphosa und L. pomona-Antigene gerichtet sind, eingesetzt. Für den Hundehalter stellt dieses serologische Ergebnis möglicherweise auch einen Indikator für seine eigene Ansteckungsgefahr dar, da oftmals von einem ähnlichen intensiven Kontakt zu den Refugien der Leptospiren ausgegangen werden dürfte.
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Die Canine Leptospirose ist eine bedeutende Infektionskrankheit des Hundes, die, bedingt durch einen Serovarwechsel, auch in Deutschland in den letzten Jahren wieder zahlenmässig beunruhigend zunimmt. Gefährdet sind besonders Hunde (und Menschen!), die sich in den Sommer- und Herbstmonaten entweder freizeitmässig oder häufig in Gebieten mit vielen Oberflächengewässern (z.B. Tümpel, Baggerseen, Kiesteiche, feuchte Wiesen, aber auch kleinere, natürliche Flachseen und Pfützen) bewegen. Daher sollten Hundehalter es möglichst vermeiden, ihre Hunde in diesen Monaten aus diesen Oberflächengewässern trinken oder sie dort schwimmen lassen. Hundebesitzer sollten die jährliche Wiederholungsimpfung unbedingt einhalten, falls sie in Gegenden mit vielen Oberflächengewässern wohnen, ist sogar ein halbjährlicher Impfintervall empfehlenswert. Sollte ein Hund, besonders in solchen Gegenden, schwere, unspezifische Krankheitssymptome mit Nieren- bzw. Leberenzymwerterhöhungen aufweisen, ist troz eines gültigen Impfnachweises eine Leptospirendiagnostik unbedingt anzuraten, da die Impfung nicht mehr gegen die aktuelle hauptsächlich auftretenden Serovare wirkt und auch eine chronische Infektion mit den Impfserovaren nicht verhindern kann. Diesen Artikel haben wir bewusst mit einigen Bildern unserer Hunde untermahlt. Diese Krankheit ist sicherlich ernst zu nehmen, jedoch sollte man den Hund trotzdem Hund sein lassen.
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