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Abt. '' C '' (Schutzdienst)

Einführung - sportlicher Schutzhund

Vor der Erklärung möchte ich noch einmal klarstellen, dass im sportlichen Schutzdienst keine Hunde '' SCHARF '' gemacht werden. Hier werden nur wesensfeste und geeignete Hunde ausgebildet, die im Zuge der gezielten Ausbildung wo ich sehr grossen Wert auf die Milieuarbeit lege, eher ausgeglichen sind. Die Hunde würden niemals ohne Grund aggressiv reagieren, leider wird dies von unerfahrenen Leuten immer noch behauptet, obwohl diese sich nie wirklich mit dieser Sportart auseinandergesetzt haben.

Wenn ein Hund seine Zähne gebraucht,

So müssen wir unbedingt versuchen zu verstehen, was vorher und währenddessen in seinem Kopf vor sich geht. Die Mehrzahl aller Verhaltensweisen des Hundes, aber auch des Menschen, lässt sich den vier großen Motivationen zuordnen, die den klassischen Trieben entsprechen.

Dies sind: Nahrungsaufnahme, Fortpflanzung, Angriff, Flucht.

Im Schutzhund-Bereich haben sich andere Begriffe etabliert:

Nahrungsaufnahme (auch die Jagd) = Beuteverhalten
Angriff = Aggressionsverhalten
Flucht = Meideverhalten

Abbildung: Beutefang - und - Festhaltespiel mit einem Schutzdienstarm

Jeder dieser vier verschiedenen Motivationsbereiche hat spezifische Auslösereize, Verhaltensweisen und Triebziele. Diese werden im sportlichen Schutzdienst - vom Fortpflanzungstrieb abgesehen - gezielt angesprochen, gesteuert und befriedigt.

Nun könnte man natürlich auf die Idee kommen, dass diese Arbeit über den Beutetrieb gefährlich ist, weil der Hund lernt, sich bewegende Objekte zu verfolgen. Das könnte ja z. B. auch ein Jogger oder ein weglaufendes Kind sein, befürchten viele Laien. Diese Befürchtung ist aber, wie die Praxis zeigt, unbegründet.

Denn es treten beim sportlichen Schutzdiensttraining sehr spezifischen Verhaltens auslösende Reize auf, die es in dieser Form in keiner anderen Situation gibt.

Speziell bei dem Beuteobjekt ''Schutzarm'' handelt es sich um eine Attrappe, die im Alltagsgeschehen nicht vorkommt.

Abbildung: Beutetraining - Aufbau sportlicher Schutzdienst mit dem Junghundearm

Ein damit trainierter, wesensfester Hund würde daher niemals zubeissen, wenn ein Kind wegläuft oder seine Arme vor Freude hochreisst.

Aufbau im sportlichen Schutzdienst

Prägungsphase
Die sportliche Schutzdienstausbildung des Sporthundes beginnt mit dem Beutefang - Festhaltespiel und dem Erlernen der richtigen Reaktion auf Belastung in der Prägungsphase.
Da ist ein sehr gutes Einfüllungsvermögen des Helfers in den Hund und Hundeführer sehr wichtig für die spätere positive Entwicklung im Schutzdienst.


Kernpunkte in der sportlichen Schutzhundeausbildung

Optimaler Aufbau des Sporthundes durch konsequente Art, wesensgerechte Arbeit und Führweise des Hundeführers. Diese Struktur des Menschen - Hund - Rudels kann nur durch eine autoritäre Führung erreicht werden.

Abbildung: Beutefang- und - Festhaltespiel mit dem Beisskissen

Bei der Ausbildung im sportlichen Schutzdienst wird der vorhandene Spieltrieb des Hundes ausgenutzt und gezielt eingesetzt. Der Hund lernt auch unter extremen Bedingungen auf die Hörzeichen seines Hundeführers zu reagieren.

Es ist nicht nur der Schutzdiensthelfer für die Ausbildung des Sporthundes verantwortlich, sondern in erster Linie der Hundeführer, der den Hund prägt und erzieht.

Abbildung: Beutearbeit - Festhaltespiel mit dem Beisskissen auf Distanz

Was man wissen sollte: << Ist der Aufbau im Beutetraining und im sportlichem Schutzdienst durch kompetente Personen durchgeführt worden und ist sich der Hundeführer/in dessen bewusst. >>

Ein gut ausgebildeter Hund und Hundeführer/in wird in der Öffentlichkeit nicht negativ auffallen.